Bergisch Neukirchener Gespräche

06.03.2012, 20.58 Uhr

Direkt in die Seele
Ein Gespräch über Musik mit dem Dirigenten und Pianisten Dirk Joeres
(cj) Was bedeutet uns Musik? Wie hat sich die Rezeption von Musik verändert? Und wie kann man heute noch jemanden für klassische Musik begeistern? – Ein Gespräch über Musik mit dem Dirigenten und Pianisten Dirk Joeres, der seit vielen Jahren in Hüscheid lebt.


Herr Joeres, warum ist Musik so wichtig?
Joeres: Das ist ja gleich zu Beginn eine große Frage. Musik ist deshalb so wichtig, weil sie diejenige Kunst ist, die vielleicht am unmittelbarsten Schichten im Menschen anspricht, die sowohl im Alltag als auch in der Begegnung mit anderen Künsten nicht so direkt angesprochen werden. Emotionen zum Beispiel. Da ist die Musik eben diejenige Kunst, die die Seele direkt anrührt. Voraussetzung ist natürlich, dass man in der Lage ist, darauf auch anzusprechen. Das heißt, man darf keine Abwehrhaltung haben und zugekleistert sein mit irgendwelchen Vorurteilen.

Die viele Menschen bei der klassischen Musik haben...
Joeres: Ja, viele denken, das sei so was Hehres, Hohes, Heiliges. Da entsteht dann diese berühmte Schwellenangst. Diese Berührungsängste abzubauen, müssen wir Profis uns immer wieder zur Aufgabe machen. Denn – um noch einmal zu Ihrer ersten Frage zurückzukehren: Das hervorstechendste Merkmal der Musik ist, dass sie direkten Zugang zum Menschen hat über den Intellekt und über die Emotion.

Macht das den besonderen Zauber der klassischen Musik aus?
Joeres: Ja, es ist diese Symbiose. Man ist als Hörer wie als Interpret ständig herausgefordert, mit dem Herzen zu denken und mit dem Gehirn zu fühlen. Diese beiden Ebenen ständig zu verbinden, ist einer der Hauptreize bei der Klassik, deren große Werke mit höchstem Raffinement konzipiert und komponiert worden sind.

Hören Sie als Dirigent und Pianist, als Profi eben, anders Musik als der gewöhnliche Musikkonsument?
Joeres: Mit Sicherheit ist das eine andere Art des Hörens. Das professionelle Hören kann natürlich auch dazu führen, dass man Dinge in den Vordergrund rückt, die für einen Laien vielleicht gar nicht so wichtig sind.

Können Sie ein Beispiel nennen?
Joeres: Wir hatten beim vergangenen KlassikSonntag die 8. Symphonie von Beethoven im Programm. Das ist ein Stück, das aus dem Kanon der Beethoven-Symphonien eigentlich rausfällt. Es nimmt eine Sonderstellung ein, weil es da ganz entschieden um das Phänomen des musikalischen Humors geht. Mit rein musikalischen Mitteln Humor zu erzeugen, ist gar nicht so einfach. Humor über die Sprache ist eine Sache, d.h. sie bauen bei einem Witz eine Erwartungshaltung auf, die dann irgendwann zerplatzt. Dann kommt das Schmunzeln oder das Lachen. Bei der Musik als nicht-begrifflicher Kunst ist das natürlich ganz anders. Da müssen sie andere Mittel nehmen. Die einzige Art, um dem Humor beizukommen mit rein musikalischen Mitteln, besteht darin, dass der Komponist gewisse Hörerwartungen erzeugt und die dann eben nicht erfüllt. Nur das Problem ist: Der Ansprechpartner des Komponisten, also der Hörer, muss natürlich diese Muster irgendwo im Kopf registriert haben, damit er die Abweichung erkennen kann. Und da wir als Profis tagtäglich mit diesen Dingen umgehen, haben wir natürlich einen Riesen-Vorrat an Patterns, an Mustern im Kopf. Jemand, der als Laie an ein Stück herangeht, hat das zunächst nicht. Wir als Interpreten sind also gefordert, uns wieder in den Zustand desjenigen zurückzuversetzen, der diese Musik vielleicht zum ersten Mal hört.

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Gelingt Ihnen das immer?
Joeres: Ich würde schon sagen, dass man das aufbereiten und fördern kann. Genau dafür haben wir ja den KlassikSonntag ins Leben gerufen. Es gibt zwei Ebenen, wie dieser Zugang gefördert werden kann. Die eine ist eine rein äußerliche. Wenn ich also die Aura des allzu Heiligen von der Klassik löse, kann ich den Zugang für jedermann möglich machen. Sehen Sie, für die Komponisten waren ihre Werke eine Art Humanitätsideal. Das ist ein großes Wort, aber wenn Sie lesen, mit welchen Ansprüchen zum Beispiel Beethoven auch verbal an seine Werke gegangen ist, dann dreht es sich da nicht nur um Musik. Das sind mitunter Reden an die Menschheit. Deshalb ist der Zugang eben nicht nur ein elitärer, sondern er schließt alle Menschen ein, die bereit sind, darauf einzugehen. Das ist die äußerliche Ebene..
Die andere ist der interpretatorische Ansatz. Wie interpretiere ich ein Stück, eine Symphonie? Hier kommt es auf Klarheit und Lebendigkeit an. Der Tod der Klassik wäre eine verstaubte, sozusagen angejahrte Interpretation. Dann ist auch der willige Newcomer schnell verdrossen und abgeneigt.

Sie wurden in vielen Rezensionen gerade für diese Klarheit gerühmt. Eine Zeitung hat mal über Sie geschrieben, Sie seien einer der Dirigenten, der Musik zum Sprechen bringt. Wie schaffen Sie das?
Joeres: Rhetorik im weitesten Sinne ist wichtig. Musik ist immer auch Kommunikation. Kommunikation mit demjenigen, der zuhören will, der sich emotional bewegen lassen will. Diese Kommunikation kann nur dann gelingen, wenn derjenige, der etwas zu kommunizieren hat, also der Dirigent oder Pianist oder Geiger etc., völlig überzeugt von seiner Sache ist. Er ist im weitesten Sinne eine Art Priester, er vermittelt die Botschaft des Komponisten. Er muss für die Sache brennen. Dann vermittelt sich etwas beim Zuhörer, ob er nun mit viel Vorbildung kommt oder nicht.

Die jungen Hörer von heute können in der Regel mit Klassik nicht viel anfangen. Wenn Sie Kinder und Jugendliche für klassische Musik begeistern wollten – wie würden Sie vorgehen?
Joeres: Das ist ein großes Problem. Und zwar deshalb, weil die Kinder und Jugendlichen heute mit einer ganz anderen Musik aufwachsen, oder, wie es so schön heißt, sozialisiert werden, als noch vor 20,30 Jahren. Die Medien sind heute viel breiter aufgestellt, und leider spielt dabei Klassik kaum eine Rolle.
Auch bei Kindern und Jugendlichen hat meine Erfahrung gezeigt, dass die direkte Ansprache das wirksamste Mittel ist, überhaupt ein Interesse zu wecken. Was ich damit konkret meine: Wenn der Lehrer in der Musikstunde über ein Werk spricht, ist das eine Sache. Wenn dann aber jemand kommt, der die Sache selber betreibt und als Person dafür einsteht, dann ist das immer noch etwas anderes. Diese Erfahrung habe ich bei meinen Besuchen in Schulen immer wieder gemacht. Da spielt nämlich für die jungen Leute die Authentizität eine große Rolle. Sie hören dann auf eine ganz bestimmt Art zu, die auch darauf abzielt, etwas über den Menschen zu erfahren, der da vor ihnen steht. Das ist der Versuch der Einordnung eines für die meisten ja ganz entlegenen Gebietes.

Wie sind Sie selbst an Musik herangeführt worden? Sind Sie in einer musikalischen Familie groß geworden?
Joeres: Nein, gar nicht. Ich stamme nicht aus einer Musikerfamilie. Was vielleicht auch ein gewisser Vorteil war. Denn man weiß ja, dass Kinder aus solchen Familien oft zur Musik getrimmt werden, was sicherlich nicht der Idealzustand ist. Meine Mutter spielte ein bisschen Klavier. Ich habe ihr dabei immer gerne zugehört. Als ich mit sechs Jahren selbst anfing zu spielen, da entwickelte sich bei mir gleich eine hohe Identifikation mit dem Klavierspielen. Ich bin drangeblieben, auch in der Pubertät. Man darf dabei sicher nicht vergessen: Die Zeiten waren natürlich andere damals. Wir sprechen jetzt von den berühmt-berüchtigten 50er Jahren. Es gab noch kein Fernsehen, kein Internet.

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Die Verlockungen waren noch nicht so groß...
Joeres: Genau. Heute haben wir eine Medienlandschaft und Unterhaltungsindustrie, die es auch einem jungen Menschen, der sich die Musik widmen will, schwer machen. Und Musiker zu werden, erfordert eben ein hohes Maß an Disziplin.

Weil Sie die Unterhaltungsindustrie ansprechen: Musik wird heute ganz anders rezipiert. Viel schneller, über viel mehr Kanäle, sei es über Videos in MTV oder über downgeloadete Songs aus dem iTunes Store. Noch nicht mal mehr für den reinen Hörer ist Musik noch etwas zum Anfassen. Es gibt kaum noch Platten, CDs sind auf dem Rückmarsch. Musik wird per Klick ins Haus geholt und so immer mehr entmaterialisiert...
Joeres: Ja, deshalb ist es für viele Jugendliche ein Aha-Erlebnis, wenn etwas live und unplugged auf der Bühne passiert. Ich musste bei meinen Schulbesuchen immer etwas schmunzeln, wenn wir ein kleines Stück auf dem Klavier spielten oder mit einem kleinen Ensemble. Dieses Staunen darüber, dass jetzt gerade in Echtzeit etwas live gespielt wurde, das war spürbar. Vor 40, 50 Jahren war das noch ganz anders. Seither hat sich die Wahrnehmung des Phänomens Musik gewaltig geändert.

Auf der anderen Seite erfreuen sich die Musikschulen eines großen Zulaufs. Immer mehr Eltern legen scheinbar Wert darauf, dass ihre Kinder ein Instrument lernen. Macht Ihnen das nicht ein bisschen Hoffnung auf Nachwuchs für die Klassik?
Joeres: Ich finde das schon erstaunlich, auch wenn ich nicht analysieren kann, woran das liegt, weil mir dazu das statistische Material fehlt. Man müsste sich mal fragen, wie viele dieser Kinder die Musikschulen nur besuchen, weil sie von der Oma zehn Euro bekommen, wenn sie jeden Tag eine Viertelstunde üben. Und ob es dann letztlich nur darauf ankommt, dass sie irgendwann mal die Ballade ,Pour Adeline‘ von Clayderman spielen sollen.
Auf der anderen Seite ist die physische Berührung mit einem Clavinova, einem Flügel oder einer Geige schon etwas ganz besonderes. Insofern können die steigenden Anmeldungen an den Musikschulen tatsächlich Hoffnung machen.

Sind Sie eigentlich jemand, der Musik zu Hause auch schon mal nebenbei laufen lässt?
Joeres: Nein, ich kann nicht arbeiten, auch nichts schreiben, wenn nebenbei Musik läuft. Da bin ich nicht multitaskingfähig.

Sie sind 1947 geboren. Als die Beatles und die Rolling Stones begannen, die Welt der Musik zu erobern, waren Sie 15, 16 Jahre jung. Hat Sie deren Musik völlig kalt gelassen?
Joeres: Nein, keineswegs. Gerade die Beatles fand ich damals - und finde ich auch heute noch - ein erstaunliches Ereignis. Allerdings besuchte ich ein Gymnasium in Düsseldorf, das sehr konservativ und auf klassische Inhalte ausgerichtet war. Deshalb waren die Beatles kein so großes Thema bei uns. Aber dass da etwas ganz Wichtiges passiert ist in dieser Zeit, sowohl in der Musik selbst wie auch im ganzen Lebensgefühl, das ist überhaupt keine Frage. Diese Musik hat nicht nur die damalige Generation geprägt, sondern da ist bis heute etwas geblieben.

U- und E-Musik – das hat also auch für Sie beides seine Berechtigung?
Joeres: Oh ja, natürlich. Wenn man die Musik der Beatles analysiert, d.h. wie das geschrieben und harmonisch strukturiert ist, dann ist das schon sehr gut gemacht. Wobei ich natürlich sagen würde – und das ist beim Jazz ganz ähnlich: Das musikalische Vokabular, mit dem die Beatles arbeiten oder auch z.B. der Jazzpianist Bill Evans, das stammt aus dem 19. und beginnenden 20. Jahrhundert. Das Material ist vorgeprägt durch die Komponisten früherer Generationen. Das heißt: Wie Töne zu Harmonien zusammengefügt werden – da gab‘s auch bei den Beatles wenig Neues. Es ist nur anders verpackt und kombiniert.

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„Wer Musik nicht liebt, verdient nicht, ein Mensch genannt zu werden; wer sie nur liebt, ist erst ein halber Mensch; wer sie aber treibt, ist ein ganzer Mensch", hat Goethe gesagt. Teilen Sie seine Meinung?
Joeres: Absolut. Da sind wir wieder beim Humanitätsideal. Ich glaube, das ist es auch, was Goethe damit sagen will. Zum ganzheitlichen Menschen gehört Musik unbedingt dazu. Das ist etwas, was unsere Politiker heute leider kaum mehr sehen.

Die Veranstaltungen im Schloss Morsbroich und im Forum sind seit dem Start vor vier Jahren immer hervorragend besucht.
Joeres: Was den KlassikSonntag als Konzertformat angeht, kann ich nur von positiven Erfahrungen mit dem Publikum sprechen. Man spürt gerade in dem intimen Rahmen des Schloss Morsbroich, wie groß das Bedürfnis der Menschen ist, etwas Neues über die Klassik zu erfahren. Das zu erleben, macht wirklich große Freude.

Die Klassik entstauben, ihr ein frisches Antlitz verleihen, das gelingt über die Kommunikation sagten sie vorhin. Können Sie das am Beispiel des KlassikSonntags etwas näher erläutern?
Joeres: Wir haben im Laufe der Jahre immer dazugelernt, zum Beispiel in der Frage der Präsentationsform. Dazu gehören auch audiovisuelle Mittel. Neulich z.B. haben wir zum 1. Klavierkonzert von Tschaikowski Filmausschnitte aus Ken Russells Filmbiographie zur Entstehungsgeschichte dieses sehr populären Werkes von Tschaikowski gezeigt. Das lockert die Sache sehr schön auf. Denn das Schlimmste, was man machen kann bei solchen Konzertformaten, wäre es, mit erhobenem Zeigefinger vorzugehen - hier der Lehrer, dort das Publikum, nein, das darf es eben nicht sein. Die Leute möchten nämlich nicht nur informiert, sondern auch unterhalten werden.

Sie spielen die Konzerte im Rahmen des KlassikSonntags mit der Westdeutschen Sinfonia Leverkusen, die Sie vor 25 Jahren gegründet haben. Wie ist damals die Idee dazu entstanden?
Joeres: Da muss ich etwas ausholen: Als ich 1984 nach Leverkusen kam, ergab sich die glückliche Fügung, dass sowohl ich als auch der damalige Kulturdezernent Dr. Wolfgang Schulze-Olden etwas bewegen wollten in der Stadt. Leverkusen verfügte zwar auch damals schon mit dem Forum über einen sehr ansprechenden Konzertsaal, aber eben nicht über ein eigenes Ensemble. Dr. Schulze-Olden und ich lagen ganz auf einer Linie und sagten uns, versuchen wir doch mal etwas auf die Beine zu stellen, das einen direkten Bezug zu Leverkusen hat. Es war wirklich ein Experiment mit ganz offenem Ausgang. Angesichts der günstigen geografischen Lage von Leverkusen innerhalb Nordrhein-Westfalens, kam die Idee auf, aus verschiedenen NRW-Orchestern Musiker zu holen und zu einem eigenen Orchester zusammenzufügen. Es sollte ein Spiegelbild der Orchesterlandschaft in NRW werden. Und damit haben wir dann ein Standbein in Leverkusen und ein Spielbein für den Rest der Welt geschaffen, indem wir auf Tournee gegangen sind. Wir waren in den USA, in England und vielen anderen europäischen Ländern. Natürlich ist das mit einigen Kosten verbunden. So etwas lässt sich dann nur umsetzen, wenn die Leute, die die Mittel dafür bereitstellen, genauso von der Sache überzeugt sind, wie die, die das Ganze künstlerisch umsetzen.

Da Sie viel unterwegs sind mit Ihren Orchestern: Gibt es große nationale Unterschiede in der Musikrezeption, in den Vorlieben?
Joeres: Natürlich gibt es die. In England wird beispielsweise sehr viel mehr französische Musik gespielt und rezipiert als hierzulande. Bei den symphonischen Schwergewichten wird Gustav Mahler in Japan geradezu verehrt. In den USA hat wiederum Sibelius einen ganz anderen Stellenwert als bei uns.

Mit der Westdeutschen Sinfonia und dem KlassikSonntag versuchen Sie als Dirigent und Pianist wie auch als Vermittler das Interesse an klassischer Musik aufrechtzuerhalten beziehungsweise zu wecken und zu fördern. In einem anderen Projekt gehen Sie noch weiter und wollen Musik, Literatur und Philosophie miteinander verknüpfen. ,3klang‘ nennen Sie das, was leider nicht in Leverkusen angeboten wird, sondern Teil des Kultursommers in Rheinland-Pfalz ist. Der Ansatz ist ein ähnlicher wie beim KlassikSonntag?
Joeres: Ja, nur um Literatur und Philosophie ergänzt. Wissen Sie, es geht heutzutage so viel an den Menschen vorbei, das sie eigentlich bereichern würde, wenn sie die Chance hätten, es zur Kenntnis zu nehmen. Das betrifft sowohl die Musik als auch die Literatur und die Philosophie. Und wenn man den Versuch macht, diese drei interdisziplinär in Veranstaltungen zusammenzubinden, dann ist auch hier das Ergebnis ganz erstaunlich. Die Leute haben plötzlich eine ganz andere Art, darauf einzugehen, weil sie von verschiedenen Seiten an etwas herangeführt werden, was ihnen bis dahin vielleicht völlig fremd war.

Noch einmal zur Musik: Wenn man sich Ihre CD-Einspielungen anschaut oder die Konzerte, die sie mit Ihren diversen Orchestern geben, dann fällt auf, dass Schumann, Schubert und Brahms besonders häufig gespielt werden...
Joeres: Stimmt, aber ich bin eigentlich für fast alle Stilrichtungen offen. Es gibt so unendlich viel zu entdecken in der klassischen Musik, dafür reicht ein Leben nicht aus. Und vieles davon ist – zum Teil unberechtigt – in Vergessenheit geraten. Wir hatten beim vergangenen KlassikSonntag z.B. drei Stücke von William Walton im Programm, einem britischen Komponist des 20. Jahrhunderts. Nun waren das drei sehr witzige Stücke, die dem Publikum richtig Spaß gemacht haben. Das sind einfach schöne Erlebnisse, wenn man etwas präsentieren kann, was nicht dauernd gespielt wird und worauf die Leute in der ersten Begegnung sofort positiv reagieren.



 

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Informationen

Dirk Joeres, 1947 in Bonn geboren, lebt seit 1984 in Bergisch Neukirchen-Hüscheid. Er studierte Dirigieren und Klavier in Berlin, Köln und London sowie Komposition in Paris. 1972 begann er eine sehr erfolgreiche pianistische Tätigkeit. Tourneen führten ihn in zahlreiche europäische Länder und in die USA. Daneben etablierte er sich zusehends auch als Dirigent.

Seit 1987 ist Joeres Künstlerischer Leiter der Westdeutschen Sinfonia Leverkusen. Mit diesem Orchester konzertierte er in den großen Sälen vom Amsterdamer Concertgebouw bis zum Wiener Musikvereinssaal, von der Berliner Philharmonie bis zum Kennedy Center Washington sowie bei Festivals wie Schleswig-Holstein, City of London und Beethovenfest Bonn. 2000 wurde er zum Associate Conductor des Royal Philharmonic Orchestra London ernannt, 2007 dessen ständiger Gastdirigent.
Mit dem KlassikSonntag hat Dirk Joeres vor einigen Jahren in Leverkusen zudem eine Veranstaltung ins Leben gerufen, die in einer Kombination aus Einführungsmatinee im Schloss Morsbroich, anschließendem Mittagessen im Schloss-Restaurant, öffentlicher Generalprobe und Konzert im Forum schnell zu einem großen Publikumserfolg wurde.

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