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03.02.2012, 21.51 Uhr

Neukirchen will nicht mehr hinterherhinken
Der Förderverein Sportplatz Bergisch Neukirchen e.V. sammelt Geld für einen Kunstrasenplatz
(cj) Es ist ein Projekt, das viel Geduld und noch mehr Eigeninitiative erfordert. Der "Förderverein Sportplatz Bergisch Neukirchen e.V." hat sich im Juli 2011 mit dem Ziel gegründet, aus dem Aschenplatz an der Wuppertalstraße einen Kunstrasenplatz zu machen. Der Verein hat inzwischen 117 Mitglieder und eine Summe von etwas mehr als 10.000 Euro an Spenden und Beiträgen gesammelt.


Bei Regen verwandelt sich der Aschenplatz in eine Pfütze
Das ist angesichts zu erwartender Kosten in Höhe von rund 250.000 Euro noch nicht viel – immerhin aber ein Anfang. Die Verantwortlichen des Fördervereins sind sich der Größe der Aufgabe durchaus bewusst. Genauso aber wissen sie auch, dass dem Verein ohne einen Kunstrasenplatz schwere Zeiten bevorstünden. 

In Nachbarstädten wie Burscheid und Leichlingen sowie in vielen Stadtteilen Leverkusens sind in den vergangenen Jahren Kunstrasenplätze entstanden. Im gesamten Fußballkreis Solingen, dem der BV Bergisch Neukirchen angehört, gibt es keinen einzigen Aschenplatz mehr. Kunstrasen ist längst zum Wettbewerbsvorteil geworden. 

„Wir haben eine Überlebenschance nur dann, wenn wir in absehbarer Zukunft vor allem unserem Nachwuchs auch Kunstrasen anbieten können", sagt Norbert Krämer, 1. Vorsitzender des Fördervereins. Denn natürlich spielt es sich auf diesem Untergrund nicht nur viel angenehmer, sondern auch gesünder. Die Verletzungsgefahr „auf Asche“ ist nun mal erwiesenermaßen größer.

Weil von der Stadt Leverkusen, der Eigentümerin des Sportplatzes an der Wuppertalstraße, keine finanzielle Unterstützung zu erwarten ist, haben Krämer und seine Kollegen im Vorstand die Sache nun selbst in die Hand genommen.

Ein Quadratmeter Platz für 30 Euro

Schon seit Ende vergangenen Jahres können alle Bürgerinnen und Bürger, die das Projekt unterstützen wollen, dies mit dem Kauf von einem oder mehreren Quadratmetern bequem online tun. Sowohl auf der Homepage des Vereins www.bvb-neukirchen.de als auch auf www.bergisch-neukirchen.de besteht die Möglichkeit, sich auf einer Spielfeld-Graphik, die in 7.000 Einzelfelder unterteilt ist, für 30 Euro je Feld sein eigenes Stück Platz zu sichern. Bisher sind auf diese Weise rund 5.900 Euro zusammengekommen. Mit diesem Betrag plus Spenden und Mitgliedsbeiträgen kommt der Verein momentan auf etwas über 10.000 Euro. 

Gespräche mit potenziellen Sponsoren aus der Wirtschaft hat Norbert Krämer bereits geführt und dabei auch Spendenzusagen erhalten. „Aber natürlich möchten die Unternehmen zunächst sehen, dass das Projekt gut angelaufen ist und Aussicht auf Erfolg besteht." Der Förderverein will in diesem Jahr deshalb auch vor allem in der eigenen Bergisch Neukirchener Bevölkerung intensiv für die gemeinsame (Kunstrasen-)Sache werben. Zahlreiche Veranstaltungen sind geplant.

Aktionen: Vom Wandertag bis zum Open-Air-Konzert

So lädt der Verein im Mai zu einem Wandertag mit anschließendem Grillen ein. Am 16. Juni (Samstag) wird das Projekt im Rahmen von „Das Dorf bewegt sich" eine große Rolle spielen. Ebenso einen Tag später bei einem Jugendtag, an dem alle Nachwuchsmannschaften des BV Bergisch Neukirchen jeweils ein Freundschaftsspiel austragen werden. Am 25. August (Samstag) ist ein großes Open Air-Konzert auf dem Sportplatz geplant, bei dem fünf Bands ohne Gage auftreten werden. Eintrittsgelder und Erlöse aus dem Verkauf von Getränken und Speisen fließen in die Kasse des Fördervereins. Auch die Einnahmen eines für den 13. Oktober (Samstag) anvisierten Trödelmarktes auf dem Sportplatzgelände kommen dem Förderverein zu Gute.

„Wir gehen mit großem Optimismus an die Aufgabe heran, alle Mitglieder des Fördervereins sind hoch motiviert", sagt Krämer. Neben ihm als 1. Vorsitzenden arbeiten im Vorstand Martin Daams (2. Vorsitzender), Jürgen Winkelmann (Geschäftsführer), Andreas Rappen (Kassierer) sowie die beiden Beisitzer Jürgen Matz und Prof. Dr. Henning Adamek. Innerhalb von drei bis höchstens fünf Jahren - so der Zeitrahmen - soll der Kunstrasenplatz Wirklichkeit werden.

Momentan sei man in Gesprächen mit zwei Kunstrasenherstellern. Die Firma Desso aus Krefeld, die viele Plätze im Rheinisch-Bergischen Kreis - darunter auch den in Altenberg - gemacht hat, sowie das Unternehmen Polytan aus Burgheim, das unter anderem auch für den Kunstrasenplatz am Bayer 04-Jugendleistungszentrum Kurtekotten verantwortlich war.

„Bei der Entscheidung spielt nicht nur der Preis, sondern vor allem auch die Qualität des Rasens eine Rolle“, sagt Krämer. „Wir bevorzugen einen hochflorigen Kunstrasen mit einer etwas dickeren Matte als Untergrund, weil der nicht nur gelenkschonender ist, sondern auch eine höhere Lebensdauer hat.“

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Informationen

Der BV Bergisch Neukirchen hat 353 Mitglieder, davon gehören 230 dem Kinder- und Jugendbereich an. Im Spielbetrieb sind 13 Nachwuchsmannschaften, eine Seniorenmannschaft (Kreisliga B) und ein Alte-Herren-Team.

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