Aktuelles

18.10.2011, 23.10 Uhr

Kunsterlebnis der besonderen Art
Bergisch Neukirchen war mit vier Stationen bei der Leverkusener Kunst-Nacht vertreten
(cj) Kunst, Natur, Musik, Wein, Fachwerk-Idylle, Romantik - was hatte dieser wunderbare Freitagabend in Bergisch Neukirchen nicht alles zu bieten. Mit vier Stationen war unser Stadtteil bei der 7. Leverkusener Kunst-Nacht diesmal vertreten. Und wer sich auf den Weg machte, fand von Pattscheid bis runter zum Falkenberg reichlich Inspiration, Überraschendes, Berührendes, Geselliges.


Moderne Kunst im 200 Jahre alten Haus
Kunst eben nicht im Museum oder in der Galerie zu betrachten, sondern dort, wo sie entsteht, in den Werkstätten und Ateliers, zu Hause oder an einem so ungewöhnlichen Ort wie der Scheune neben dem Imbacher Weinlädchen – genau das machte wieder einmal den besonderen Reiz dieser Kunst-Nacht aus.

Nur mit Taschenlampe

Eine Taschenlampe etwa empfahl sich für all jene, die das Atelier von Engelbert Engel in Pattscheid besuchen wollten. Gleich neben den Herta-Teichen stehen Wohnhaus und Arbeitsstätte des Künstlers. Der Weg dorthin war in warmen Farben beleuchtet. Selbst der Wohnwagen auf dem Vorplatz war Ausstellungsort. Draußen, vor dem Atelier, leuchteten die bunte Silikonarbeiten von Thomas Peter im Erdboden. Peter war neben Engel einer von insgesamt sechs ausstellenden Künstlern, die ihre Werke unter dem Motto „nachtaktiv“ präsentierten. Und selbst dieser abgelegene Ort zog viele Besucher an, denen Malerei, Objekte und Wachsarbeiten auch zum Kauf angeboten wurden.

Erotik im Fachwerk

Nicht ganz so ländlich aber nicht weniger anheimelnd zog das 200 Jahre alte Fachwerkhaus im Albert-Zarthe-Weg 9 die Kunstinteressierten an. Peter Kaeferböck hatte sich auch in den vergangenen Jahren schon an der Kunst-Nacht beteiligt. Im urigen Haus, in dem die Ateliergemeinschaft C.A.P.R.A. ihre Werke ausstellt, führte Kaeferböck die Besucher höchstselbst durch die Räumlichkeiten. Der 1947 in Leverkusen geborene „Perfektionist auf dem Gebiet der Air-Brush-Technik“ - wie er sich selber bezeichnet - hatte in seiner Retrospektive Werke aus den frühen Jahren (1968-1973) ausgestellt. Erotische Bilder, Skulpturen, Kunst auf Seide von Susanne Geiss und die Objekte von Scarabeo - es gab auch hier, in diesem wunderschönen Haus, viel zu entdecken.

Kunst in der Scheune

So häuslich-intim die Atmosphäre im Kaeferböckschen Haus, so offen-temperamentvoll ging es auf dem Gelände des Imbacher Weinladens zu. Das hatte schon was von Volksfestcharakter. Schon im vergangenen Jahr zog dieser Ort über 700 Besucher an. Und am vergangenen Wochenende waren es gewiss nicht weniger. Gleich acht Künstler hatten hier in der Scheune aus dem 18. Jahrhundert, im angrenzenden Weinladen oder draußen auf dem Hof und der Wiese ihre Werke unter dem Motto „trocken-lieblich-bunt“ präsentiert. Die Lichter-Skulpturen und offenen Feuer, der Weinstand und die Biergarten-Atmosphäre, die Bilder in der Scheune zwischen Holzleitern - das alles wirkte als Gesamtkunstwerk. Günter Kamolz, Besitzer des Weinladens, hatte seine „Location“ einmal mehr mit viel Liebe zum Detail und unter großem persönlichen Einsatz hergerichtet für das vielleicht außergewöhnlichste Event der gesamten Leverkusener Kunst-Nacht. Und mit dem „kirschlichen Sägenbaum“ auch gleich ein eigenes Werk anzubieten.

Ein Stückchen weiter schließlich, bei Willi Diete am Falkenberg 19, durften die Besucher eintauchen in die venizianische Welt. Die Morbidität Venedigs stellte der Maler und Zeichner in Bildern, Installationen und Objekten dar. Und weckte damit das erste Mal an diesem Abend das Fernweh...

 

Fotos zum Artikel

Bilder anklicken zum Vergrößern

Weitere aktuelle Artikel

4. Hüscheider Garagentrödel
Samstag, den 24.09.2016 findet von 10.00 – 17.00 Uhr
lesen

Restaurant Fachwerk Neueröffnung
24., 25. und 26. September 2015
lesen

Bergisches Reisebüro zieht um

lesen

Mitgliederversammlung am 23. April 2015
Presse-Information
lesen