Die Balkantrasse

26.05.2011, 23.05 Uhr

Ein erfolgreiches erstes Jahr
(cj) Ziemlich genau ein Jahr nach seiner Gründung am 14. Mai 2010 hat der Verein für Freunde und Förderer der Balkantrasse kürzlich seine Mitglieder zu einer außerordentlichen Versammlung im Bahnhofsrestaurant Opladen eingeladen. Wenn auch nichts Außergewöhnliches zu vermelden war, so wollte der Aktivenkreis dennoch die Möglichkeit nutzen, das eine Jahr Revue passieren zu lassen. Denn schließlich waren die ersten zwölf Monate äußerst erfolgreich und vielversprechend verlaufen.


Eine der zahlreichen Brücken der Balkantrasse in Oberölbach
Da wäre zum Ersten die erfreuliche Entwicklung der Mitgliederzahlen. Exakt 822 Menschen waren dem Förderverein bis zum Tag der Mitgliederversammlung beigetreten, verkündete Kassierer Manfred Haußmann.

Und damit sei noch längst nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Denn natürlich werde der Verein in den kommenden Wochen und Monaten nicht nur weiter für den Umbau der ehemaligen Bahntrasse in einen Rad- und Wanderweg werben, sondern seine Bemühungen im Bereich Akquirierung von Sponsoren intensivieren.

Okay der Deutschen Bahn nur eine Frage der Zeit

Bislang sei der bereits durch Spenden und Mitgliedsbeiträge aufgelaufene Betrag zwar noch relativ bescheiden. Dies allerdings habe vor allem einen Grund: Die Deutsche Bahn als Eigentümer der Trasse hat diese noch nicht an die BahnflächenEntwicklungsGesellschaft (BEG) übergeben. Die BEG wiederum ist für die weitere Planung zuständig. Das Okay der Deutschen Bahn sei aber nur noch eine Frage der Zeit.

„Wir rechnen im Herbst mit der offiziellen Übergabe, dann können auch wir endlich auf die Trasse und mit ersten Vorarbeiten beginnen“, sagte Haußmann. Und erst dann kann auch Otto Reintjes, im Förderverein für den wichtigen Bereich Sponsoring verantwortlich, mit der Sponsoren-Akquise wirklich ernsthaft beginnen.
Zur Erinnerung: Der Umbau der Balkantrasse in einen Rad- und Wanderweg würde nach bisherigen Schätzungen der BEG rund 1,7 Millionen Euro kosten. 75 Prozent davon würde das Land NRW tragen. Der Förderverein muss demnach eine Summe von 425.000 Euro (inklusive Sach- und Eigenleistung) aufbringen.

„Noch ein weiter Weg“

Reintjes betonte: „Es liegt noch ein weiter Weg vor uns, denn es handelt sich bei unseren Bemühungen nicht um das klassische Sponsoring, das zu einer win-win-Situation führen würde. Der potenzielle Geldgeber hat keinen direkten Nutzen, wir können lediglich Namensrechte etwa für Brücken oder Bäume geben. Wir müssen die Leute schlicht begeistern und überzeugen von unserer Idee. Wir werden Erfolg haben, wenn wir zu einer Bürgerbewegung werden.“
Sobald der Startschuss der BEG vorliegt, wird Reintjes eine Liste von Firmen abarbeiten, die als Sponsoren in Frage kommen.

Optimistisch stimmt die Aktiven des Fördervereins derweil die allgemeine Zustimmung zum Projekt in der Bevölkerung wie in der Politik. „Die Stadt kommt uns sehr entgegen und auch von Seiten der Naturschützer, also von NABU und BUND, kommen keine Einwände mehr“, sagte Petra Haller, die einen Überblick über den Stand der Dinge gab. So habe der Rat der Stadt Leverkusen im Oktober 2010 für den Radweg votiert und wenig später sei das Projekt offiziell ins Förderprogramm des Landes NRW für 2013 aufgenommen worden.

Keine gravierenden Probleme zu erwarten

„Inzwischen treten immer wieder Menschen an uns heran, die uns mit Bau- und Arbeitsleistungen helfen wollen“, sagte Haller. Und zuversichtlich macht die Aktiven auch die Tatsache, dass der Ausbau der insgesamt 28 Kilometer langen Strecke von Opladen bis Remscheid-Lennep in den Städten Burscheid, Wermelskirchen und Remscheid bereits in vollem Gange ist. Und das, obwohl es hier größere bauliche Herausforderungen zu bewältigen gab, als das in Leverkusen der Fall sein würde. „Wir sind mit Ingenieuren über die Trasse gegangen, die uns bestätigten, dass wir hier keine gravierenden Probleme haben werden“, sagte Jürgen Wasse, im Förderverein für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

In Burscheid soll das Teilstück übrigens bereits im Frühjahr 2012 eingeweiht werden. Wenn die Nachbarstadt und Wermelskirchen ihren Weg in Betrieb genommen haben werden, verspricht sich auch der Leverkusener Förderverein noch einmal einen Mitgliederschub. „Wir erhoffen uns dann rund 1.500 Mitglieder. Damit könnten wir den Unterhalt der Strecke für die nächsten 20 Jahre finanzieren“, so Wasse. Der Verein müsse keinen Winterdienst einrichten und es werde auch keine Beleuchtung geben.

 

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