Aktuelles

12.04.2011, 16.57 Uhr

„Viele positive Rückmeldungen"
(cj) Eine Woche ist vergangen seit der Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative „Wir für Bergisch Neukirchen" im Evangelischen Gemeindehaus. Es wird seitdem - auch auf dieser Homepage - offen über das Thema „Supermarkt an der Wuppertalstraße" diskutiert. Gut so, denn ein breiter Meinungsaustausch spricht für einen lebendigen Stadtteil.
Wir haben mit Stephanie Salge, Gründungsmitglied der Bürgerinitiative, u.a. über die ersten „Ergebnisse" der Versammlung und das weitere Vorgehen gesprochen.


Stephanie Salge (vorne im roten Pullover) im Kreise der Bürgerinitiative
Frau Salge, wie viele Unterschriften gegen den Bau eines Supermarktes im Siefen haben Sie eine Woche nach der Bürgerinfo bereits gesammelt?
Salge: Die Unterschriften-Aktion läuft sehr gut an. Wir haben bereits über 45o Unterschriften!

Wie lange werden die Listen noch ausliegen?
Salge: Diese Listen werden noch länger ausliegen, einen definitiven Endpunkt haben wir nicht gesetzt. Es wird ja noch etliche Wochen heiß diskutiert werden. In dieser Zeit werden sich auch noch viele Bürgerinnen und Bürger eine Meinung bilden und dann auch Gelegenheit haben zu unterschreiben.

Die Resonanz auf die Veranstaltung war sehr groß – wie haben Sie die Stimmung im Dorf in der Woche danach empfunden?
Salge: Das Interesse an der Info-Veranstaltung hat unsere Erwartungen sogar noch übertroffen. Das zeigt uns, dass noch viel Informations- und
Diskussionsbedarf besteht. In der vergangenen Woche haben wir viele positive Rückmeldungen bekommen, auch aus der Politik. Viele Bewohner unseres Ortsteils sehen nun auch die möglichen Alternativen und freuen sich, dass noch nicht alles endgültig entschieden ist.

Glauben Sie die Mehrheit der Bergisch Neukirchener hinter sich?
Salge: Wir haben den deutlichen Eindruck, dass die überwiegende Zahl der Bergisch Neukirchener keinen riesigen Neubau im Siefen möchte und eher an sinnvollen
Alternativen interessiert ist, den bestehenden Baukörper zeitgemäß umzugestalten.

Es gab ein paar Irritationen wegen des Begriffs „Einkaufstourismus" aus Pattscheid und eines entsprechenden Artikels dazu in der Rheinischen Post. War das eine unglückliche Formulierung oder ist das nur falsch verstanden worden?
Salge: Der Begriff des „Einkaufstourismus" ist in den verschiedenen politischen Gremien und Sitzungen entstanden und bezeichnete Einkaufsfahrten von
Pattscheid nach Burscheid. Dies sei aus städtischer Sicht nicht gewünscht, weil Leverkusen dann diese Wirtschaftskraft verloren ginge. Uns aus der Bürgerinitiative liegt es fern, die Pattscheider Bürger auszugrenzen. Das haben wir auch nie geäußert. Pattscheid ist ein Stadtteil Leverkusens, der eng mit Bergisch Neukirchen zusammenarbeitet und verbunden ist - etwa über die Grundschule, die Kirchen und natürlich den ÖPNV.

Welche Schritte sind nun als nächste geplant?
Salge: Neben der Unterschriftensammlung planen wir unter anderem auch weiter die Diskussion mit unseren politischen Vertretern im Stadtbezirk II, der Stadt und im Regierungsbezirk. Auch unsere eigene Planung der Alternativen werden wir weiterführen. Natürlich werden wir die Bewohner von Bergisch Neukirchen mit Flugblättern und Plakaten auf dem Laufenden halten. Wer uns dabei unterstützen möchte, ist herzlich willkommen. Wir freuen uns auf den offenen
Austausch mit allen Beteiligten.

Ganz realistisch betrachtet: Welche Chancen sehen Sie, den Bau an der Wuppertalstraße zu verhindern?
Salge: Mit so viel Rückenwind aus der Bevölkerung sehen wir sehr gute Chancen, dass auf den Neubau verzichtet wird und dafür der jetzige Standort effektiv
aufgewertet wird, sowohl was die Parkplatz-Situation angeht als auch die Größe und Art des Supermarktes.

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Bisherige Kommentare

15.04.2011, 14:03 Uhr - Sonnenschein
Hätte da einen Vorschlag:

Aldi abreißen! EDEKA dorthinbauen.
14.04.2011, 18:06 Uhr - Andreas und Dr. Stephanie Salge
Wir haben in der Bürgerinfo deutlich gemacht, daß wir uns für offene Kommunikation und Gespräche mit allen Beteiligten und Parteien einsetzen.
Selbstverständlich stehen wir für ein Gespräch mit EDEKA dem Investor zur Verfügung. In den bisherigen Gesprächen mit dem EDEKA Management wurde mir jedoch mehrfach sehr deutlich gemacht, daß neue Supermärkte nur in der Größe von ca 1500 qm wirtschaftlich zu führen sind. Die Alternative, den derzeitigen Supermarkt aufzuwerten, wurde bisher ausgeschlossen. Ein mögliches Umdenken in dieser Kernfrage würde uns sehr freuen. Wir sind sehr interessiert an der Unterbreitung von Vorschlägen seitens des Investors und Betreibers., die dem Bürgerwillen nach Nichtbebaung des Siefens entsprechen.
In dem angebotenen Gespräch könnten wir auch fachlichen Input geben, z.B. städtebaulich durch Stefan Fuchs, Stadtplaner und durch Andreas Salge, Architekt, Dipl.-Ing.und ehemaliger Leiter der Bauabteilung eines großen Industrieunternehmens.
Da wir wissen, wie wichtig der Erhalt einer guten und angemessenen Nahversorgung für Bergisch Neukirchen ist und wir den Supermarkt nicht verlieren wollen, werden wir auch weiter das Gespräch mit der REWE Gruppe, um deren mögliche Konzepte für Bergisch Neukirchen auszuloten.
13.04.2011, 08:14 Uhr - Martin Pässler
Was halten Sie von einem Gespräch mit der Firma Edeka über die Möglichkeit, den alten Standort aufzuwerten und zu halten?

 

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