Aktuelles

16.03.2011, 22.41 Uhr

Antrag auf eine Busspur
(cj) Auf der Burscheider Straße soll eine zusätzliche Busspur eingerichtet werden – so jedenfalls möchte es die Wählergemeinschaft Opladen, die einen entsprechenden Antrag an die Stadt gestellt hat. Schul- und Linienbusse müssten dann nicht länger im Stau stehen. Über den Antrag wird am 29. März in der Bezirksvertretung II beraten.


Ab Höhe Falkenberg könnte die Busspur beginnen.
Die Burscheider Straße kann gewaltig nerven – vor allem morgens, so zwischen 7.15 Uhr und 8.30 Uhr. Wer in dieser Zeit mit dem Auto in Richtung Opladen unterwegs ist, hat verloren. Der steht im Stau. Und zwar ziemlich regelmäßig.

Oft geht's bereits ab der Einmündung Wuppertalstraße nur noch im stop & go voran - bis runter zum Kreisverkehr an der Rennbaumstraße. Mittendrin im Stau: die Schul- und Linienbusse.

Zusätzliche Fahrspur ab Höhe Falkenberg?

Die Wählergemeinschaft Opladen Plus hat nun den Antrag an die Stadt gestellt, eine zusätzliche Fahrspur für die Busse auf der Burscheider Straße – etwa ab Höhe Falkenberg bis 100 Meter vor dem Kreisverkehr – einzurichten, damit die Schüler schneller und vor allem pünktlich ins Ziel kommen. Die Busspur solle für einen begrenzten Zeitraum (zwischen 7 und 9 Uhr) genutzt werden und könne anschließend als Fahrradweg dienen. Die Fahrbahnbreite der L 291 sei dafür durchaus ausreichend, so die Wählergemeinschaft.

Über den Antrag wird laut Auskunft von Christian Syring, Fachbereich Tiefbau/Abteilungsleiter für die Straßenverkehrsplanung, im Bezirksausschuss II am 29. März beraten. Für eine Busspur benötige man eine Breite von 3,50 Meter, sagt Syring, man müsse also wohl auf die Parkstreifen verzichten, die dort vorhanden seien.

Sollte die Stadt tatsächlich die Einrichtung einer zusätzlichen Fahrspur für Busse in Angriff nehmen, wäre dies für Schüler und für den gesamten ÖPNV auf dieser Strecke sicherlich eine gute Nachricht, weil damit jede Menge Fahrzeit eingespart werden könnte.

Was ist mit den Autofahrern?

Für den Pkw-Fahrer aber würde sich nichts ändern. „Der Nutzen wäre gleich null“, sagt Syring, der jedoch darauf hinweist, dass sich die Stadt durchaus Gedanken über eine Optimierung des Verkehrsflusses auf diesem Teilstück der L 291 macht.

Syring erinnert in diesem Zusammenhang an die sogenannte Dosierungsanlage, die 1999 in Höhe Talstraße für eine Testphase aufgebaut worden sei. Diese Ampel habe kurze Rotphasen für Autofahrer gehabt, die aus Richtung Pommernstraße gekommen sind. Die Maßnahme habe zwar positive Auswirkungen auf die aus Neukirchen kommenden Pkw gehabt. „Dafür aber entstanden Rückstaus auf der Pommernstraße. Wegen Einsprüchen aus der Politik endete die Versuchsphase nach wenigen Monaten“, sagt Syring.

Dennoch muss man die Hoffnung auf eine Besserung der Situation nicht aufgeben: Beim Kreisverkehr an der Rennbaumstraße handelt es sich immer noch um ein Provisorium. Geplant ist nämlich der mehrspurige Ausbau dieses Kreisverkehrs. Fördermittel des Landes seien dafür 2013/2014 vorgesehen, erklärt der städtische Verkehrsplaner.

So könne im Kreisverkehr etwa eine Spur für die aus Neukirchen kommenden Pkw eingerichtet werden und eine eigene für die aus Quettingen/Lützenkirchen kommenden Autos. Zweispurig würde es dann Richtung Opladen weitergehen.

Hört sich gut an. Vielleicht lassen sich die Blechlawinen so zumindest in die eine Richtung flüssiger steuern. 9.100 Autos sind – laut Verkehrszählung aus dem vergangenen Jahr – auf der Burscheider Straße täglich unterwegs. Allzu oft steckt man selber mittendrin im gewaltig nervenden Stau. Und flucht. Und hofft auf Besserung...

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Bisherige Kommentare

21.03.2011, 13:52 Uhr - MaverickCK
Großes Lob für Eure Seite! Lokale Nachrichten über Bergisch Neukirchen sind eine tolle Idee. Wir ziehen am 1.4. ebenfalls nach B-N und diese Seite ist schon als Lesezeichen fixiert. ;-)

 

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