Die Balkantrasse

20.12.2013, 14.41 Uhr

Eröffnung des Radwanderweges am 29. Mai 2014
(cj) Es geht in den Endspurt: Der Förderverein Balkantrasse hat im Rahmen seiner Mitgliederversammlung unter anderem den Termin für die Eröffnung der Radwegtrasse bekannt gegeben. Am 29. Mai 2014 (Christi Himmelfahrt) soll das große Fest steigen. Dann wird auch das letzte Teilstück des Weges auf Leverkusener Gebiet fertiggestellt und befahr- bzw. begehbar sein.


Brücke Romberg
Karl-Friedrich Weber, der Vorsitzende des Fördervereins, blickte im Sitzungssaal der Volksbank Rhein-Wupper in Opladen aber natürlich auch auf das Jahr 2013 zurück, das zwei Meilensteine zu bieten hatte: den Förderbescheid vom 18. Juli und den Ausbauvertrag mit der Stadt, der am 30. September abgeschlossen wurde. Der Förderbescheid geht von Baukosten in Höhe von 1,9 Mio. Euro aus. Dass die Förderquote bei 80 Prozent – und nicht wie üblicherweise bei 75 Prozent – liegt, sei als Anerkennung des großen ehrenamtlichen Engagements der Vereinsmitglieder zu verstehen, so Weber. Sehr erfreulich sei im Übrigen auch die Tatsache, dass der Radweg auf dem Leverkusener Teilstück sogar in einer Breite von vier Metern gefördert wird. Auf dem Rest der Strecke beträgt die Breite nur drei Meter.

Streckenscouts gesucht

Die Förderung beziehe sich freilich nur auf die Fahrspur des Radweges. Weber: „Alles, was darüber hinaus sinnvoll oder wünschenswert ist, muss der Verein aus eigenen Mitteln aufbringen. Also insbesondere die sogenannte ‚Möblierung‘ wie Bänke, Papierkörbe, Bepflanzung und ähnliches.“ Der Verein sei deshalb nach wie vor auf Spenden angewiesen.

Bestandteil des Ausbauvertrages ist auch die Verkehrssicherungspflicht, die der Verein für die nächsten 20 Jahre übernehmen muss. Vor allem bei den an der Trasse stehenden Bäumen ist der Verein für die Ermittlung von Gefahrenquellen und deren Beseitigung auf fachliche Beratung und Hilfe angewiesen. „Diese Arbeiten können ehrenamtlich nicht geleistet werden“, so Weber.

Geleistet haben die Aktiven des Fördervereins ohnehin schon Beachtliches: Mehr als 2.000 Arbeitsstunden wurden in den fast wöchentlich angesetzten Freischneideaktionen erbracht – und damit der im Rahmen der Förderung nachzuweisende Eigenanteil geleistet.

Damit die Trasse auch nach der Fertigstellung in den kommenden Jahren sauber und sicher bleibt, denkt der Förderverein an ein System von „Streckenscouts“ nach Burscheider Vorbild. „Wir sollten auch in Leverkusen versuchen, Menschen zu finden, die einen bestimmten Streckenabschnitt verantwortlich überwachen und Gefahren und Unregelmäßigkeiten an den Verein oder die zuständigen Stellen der Stadt melden“, sagte Weber. Zunächst aber wäre es wünschenswert, wenn die Anlieger der Trasse keinen Grünschnitt mehr auf oder entlang der Strecke abkippen würden, um die Ausbauarbeiten nicht unnötig zu erschweren.

Ab Januar beginnen die Tiefbauarbeiten

Was die Bauleistungen betrifft, wurden diese ab Sommer 2013 ausgeschrieben und an verschiedene Fachfirmen übergeben, wie Planer Harald Drescher erklärte. Fertig ist inzwischen die Tunnelröhre an der Brücke Romberg. Seit September laufen Rodungsarbeiten, seit Oktober die Brückensanierung und seit November werden durch die EVL Leerrohre entlang der Trasse verlegt, die zukünftig u.a. auch für eine schnellere Internetleitung durch Glasfasernetze genutzt werden können. Auch auf die nächsten Schritte blickte Drescher voraus: Ab Januar werden die Tiefbauarbeiten am Radweg (inklusive Anbindungen) durchgeführt, zu denen auch schon das Asphaltieren gehört. Ab Februar folgt der Bau einer Entwässerungsrigole, im März stehen Geländearbeiten und ab Mai dann die „Möblierung“ auf dem Programm.

Sehr positiv stellt sich auch die finanzielle Situation des Fördervereins dar, die Schatzmeister Manfred Haußmann erläuterte. Neben den rund 31.000 Euro Mitgliedsbeiträgen, die von den knapp 2.000 Mitgliedern bislang insgesamt erbracht wurden, kann sich der Verein über Spenden in Höhe von fast 230.000 Euro freuen, die in den vergangenen drei Jahren eingegangen sind. Abzüglich der Ausgaben in Höhe von knapp 39.000 Euro weist der Förderverein derzeit einen Kassenstand von 225.000 Euro auf.

 

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